Gyõr, eine lebhafte Stadt
Es lohnt sich, in diese vielfarbige, getrübte Stadt zwischen Budapest und Wien einzukehren. Bei uns vermischen sich Naturwunder, kulturelle und architektonische Werte miteinander. Gyõr, auch als Stadt der Flüsse bekannt, liegt kaum einige Kilometer von den Donauufern entfernt. Mit ihren 130.000 Bewohnern ist Gyõr eine der größten Städte Ungarns. Vor 2500 Jahren gaben die Kelten der Stadt den Namen Arrabona.
Ein Blick in die Vergangenheit
Das radial laufende Straßensystem der Stadt bindet die Slowakei vom Norden, Österreich vom Westen, die Plattensee vom Süden und Budapest vom Osten zum Herzen der „Kisalföld”. Ihre zentrale Lage sicherte der Stadt während der römischen Herrschaft strategische Rolle. Das ehemals mit Marktrecht und Wareneinhaltrecht berechtigte Zentrum wurde allmählich zum Zentrum des westlichen Handels. Mit ihrem historischen Stadtkern auf dem Káptalan Hügel war die Stadt immer ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Während der türkischen Herrschaft spielte die Stadt als Endburg des Christentums eine Schlüsselrolle im Schutz Europas.
Architektonische Werte
Eine der an Baudenkmälern reichsten Städte Ungarns hat als Anerkennung für die Rekonstruktion der barocken Innenstadt den Europa-Preis des Denkmalschutzes erhalten. Historische Kirchen, Museen, Paläste, typische Eckbalkone, enge Gassen laden auf innenstädtische Spaziergänge ein. Beim Stadtbummel locken uns Kaffeehäuser, Restaurants, Pensionen, und die bekannte Gastfreundschaft an.
Kultur und Kunst
Die Stadt ist stolz auf die in Ungarn und auch im Ausland erkannten Kunstinstitute und Festivals. Das Gyõrer Ballett, das Gyõrer Nationaltheater und die Gyõrer Philharmoniker schenken dem Publikum Jahr für Jahr, Abend für Abend unvergessliche Kunsterlebnisse.
In der Innenstadt befinden sich zahlreiche geschichtliche und Kunstmuseen, die Dauerausstellung der Städtischen Galerie im Esterházy-Palast wurde das Zentrum der bildenden Künste in Gyõr. Die Dauerausstellungen von der Keramikerin Margit Kovács und vom Bildhauer Miklós Borsos, die Patkó-Sammlung sind traditionelle Programme der Besucher, das Museum der Künste, die Kolozsváry Sammlung und die Ausstellungen des Rómer-Saales geben aber auch unvergessliche Erlebnisse. Eine weltbekannte Sammlung ist das Schatzamt der Gyõrer Diözese. All diese Institute bieten auch den Gästen des Heilbads Unterhaltungsmöglichkeiten.
Stadt der Festivals
Das Gyõrer Frühlingsfestival lädt das Publikum im März mit der Vielseitigkeit der Kunst in die Stadt ein. Orchesterkonzerte, Vorstellungen des Gyõrer Nationaltheaters und des Gyõrer Balletts, Tanzgruppen, Musikabende von Komponisten, Ausstellungen, Programme in Verbindung mit Ostern sind Teile des Programms.
Der Gyõrer Sommer Internationales Kulturfestival blickt auf eine Vergangenheit von mehreren Jahrzehnten zurück. Die natürliche Kulisse der Innenstadt, die Plätze, die geschlossenen Höfe, die Musikpavillon und die Flüsse schaffen ein stimmungsvolles Ambiente für Kunstprogramme an Sommerabenden. Die ungarischen und ausländischen Kunstgruppen und Künstler sind Vertreter von fast allen Künsten. Folkloreabende, Kasperltheater und Straßentheater, Jazz-Abende, Open-Air Symphonikerkonzerte, Ballettvorstellungen und Ausstellungen sind im Programm. Ein spektakuläres Ereignis des Gyõrer Sommers ist die „Barocke Hochzeit”, das mit allem Prunk und Kulisse des Barocks die Stimmung des XVII. Jahrhunderts vergegenwärtigt.
Das Barocke Nostalgien Kunstfestival bietet jeden Oktober Vorstellungen des Barocks und gastronomische Spezialitäten des „Barocken Festessens”. Eine zeitgetreue Umgebung bieten die barocken Paläste, die Gyõrer Basilika, die Evangelische Altkirche. Die Interesse für das Mediawave Internationale Film- und Musikfestival und für die Chef Gastronomieausstellung wird immer größer.
Naturschätze
Die Landschaftsschutzgebiete Szigetköz, Sokoró und der Nationalpark Fertõ Hanság gibt es eine Europaweit einzelartige Naturumgebung. Die Mosoner-Donau, Rába, Rábca und Marcal Flüsse schlängeln malerisch durch die Gegend. Angler- und Wasserparadies, Thermalwasser, die Weinlage von Pannonhalma an der Grenze der Stadt ziehen die Touristen an.
Wirtschaft, Markt
Wirtschaft und Handel der Stadt entwickeln sich dynamisch, Gyõr bietet den Vertreter des geschäftlichen Lebens ebenfalls Treffpunkt. Moderne Einkaufszentren, festliche Märkte bieten Einkaufsmöglichkeiten. Neben den traditionellen Fabriken von Gyõr richtete in 1993 Audi in der Stadt seine Niederlage ein, und ist heute der größte Arbeitgeber Ungarns. Im Gyõrer Industriepark sind zahlreiche Unternehmen tätig.
Sport
Gyõr hat mehrere Jahrzehnte alte Tradition vom Sportleben. Die erstklassige Fußballmannschaft ETO (früher Rába ETO) spielt seit 1960 ohne Unterbrechung in der ungarischen I. Liga. Dreimal wurde die Mannschaft ungarischer Meister (1963, 1981/1982, 1982/1983), viermal Ungarischer Cupsieger. Im Europacup 1965 war sie in der Halbfinale. Das Handballteam der Männer ist dreifacher ungarischer Meister, dreifacher Cupsieger, 1986-ban hat es EHF-Cup gewonnen. Heutzutage ist die Audi-ETO Handballteam der Frauen die bekannteste und erfolgreichste Mannschaft. Vierfacher Meister, 3 Cup-Sieger und Finalisten in mehreren Europa-Meisterschaften.
Drei Fußballspieler der Stadt haben die olympische Meisterschaft gewonnen: Károly Palotai, Árpád Orbán (1964) und László Keglovich (1968) Paddler Zoltán Kammerer hat an zwei olympischen Spielen 3 Goldmedaillen gewonnen.
In den letzen Jahren war Gyõr Schauplatz mehrerer hochrangeigen internationalen Sportereignissen: Handball-Weltmeisterschaft für Erwachsene und Junioren, Europa-Meisterschaft für Triathlon und Duatlhon, Kajak-Kanu Marathon Europa- und Weltmeisterschaft.

